Das Buch Gay is really Okay
Dieses überzeugend befreiende Buch belegt endgültig, dass Levitikus 20,13 vor etwa 3000 Jahren aufgehoben wurde. Moses fand Homosexualität also doch in Ordnung, ebenso wie Jesus und Paulus: Auch dies wird klar erklärt.
Denn warum hat Jesus sich nie abfällig über Homosexualität geäußert? Hätte das die Diskussion nicht wesentlich vereinfacht? Dieses Buch argumentiert, dass Jesus Schweigen kein Zufall war, sondern eine logische Konsequenz des Gesetzes Moses, wie es im Buch Deuteronomium dargelegt ist. Dieses Buch macht deutlich, dass Moses selbst seine zuvor formulierten levitischen Gesetze, die „mit einem Mann wie mit einer Frau zu schlafen“ verboten, bereits etwa 1000 Jahre bevor Christus aufgehoben hatte. Offenbar fand Moses Homosexualität also doch in Ordnung. Und somit auch Jesus – „der neue Moses“.
Doch nicht nur Jesus und Mose werden oft missverstanden: Dasselbe gilt für Paulus, der häufig sogar als „homosexuellenfeindlicher Apostel“ dargestellt wird. Dieses Buch korrigiert dieses Missverständnis überzeugend.
Aber warum gerade jetzt dieses Buch? Nun, nicht nur in den Niederlanden scheint die Akzeptanz von Homosexualität abzunehmen, sondern auch international wächst der Widerstand, insbesondere in traditionellen christlichen Kreisen. Dies zeigt sich beispielsweise in Dokumenten wie der Nashville-Erklärung von 2017 und der neuesten Übersetzung der englischsprachigen New International Version Bible von 2011, die Homosexualität „plötzlich“ im weitesten Sinne vollständig verurteilt. Diese Entwicklung scheint auf einer vermeintlichen Unklarheit innerhalb der Bibel selbst zu beruhen: Daher ist es höchste Zeit für mehr Klarheit.
Waren Moses, Jesus und Paulus denn wirklich so unklar? Nein, gewiss nicht, aber viele Theologen, Kirchenführer und sogar Gelehrte waren offenbar nicht in der Lage, die wahre, neutrale Geschichte zuvor zu entdecken. Indem er dies überzeugend beschreibt, untermauert und dann eine bessere Perspektive bietet, möchte der Autor Harry Bosgoed mit diesem Buch zu einem umfassenden strukturellen Wandel beitragen, insbesondere in der christlichen Akzeptanz von Homosexualität.